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Hannes Siege

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Exemplare des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung
Zielgruppen

Der Orientierungsrahmen wendet sich an alle am schulischen Bildungswesen Beteiligten, die mit der Gestaltung von Lehrplänen, Unterrichtsmaterialien oder mit Lehrerbildung befasst sind – egal ob in der Bildungsverwaltung, an Schulen oder in Schulbuchverlagen.

Kooperationspartner

Der Orientierungsrahmen ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Wichtigste Kooperationspartner sind die Bundesländer sowie die Vertretungen der Nichtregierungsorganisationen, die mit Schulen zusammenarbeiten.

Orientierungsrahmen - Neufassung

Die erweiterte Neuauflage des Orientierungsrahmens kommt dem allgemeinen Wunsch und dem Auftrag der KMK nach, den Lernbereich Globale Entwicklung um die Fächer Deutsch, Neue Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch), Bildende Kunst, Musik, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) und Sport der Sekundarstufe I zu erweitern. Zudem behandeln Kapitel den Lernbereich Globale Entwicklung als Aufgabe der ganzen Schule und in der Lehrerbildung. Auch der Beitrag für den Bereich Grundschule wurde aktualisiert. Die Kapitel zur Beruflichen Bildung sowie zu den Fächern Geographie, Politische Bildung, Religion/Ethik und Wirtschaft wurden unverändert (unter bes. Kennzeichnung) in die 2. Auflage aufgenommen.

Umsetzung des Orientierungsrahmens in den Bundesländern

Um den Ansatz des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung in den einzelnen Bundesländern besser zu verankern und an die dortige Schulsituation anzupassen, begleitet Engagement Global Projekte zur Umsetzung des Orientierungsrahmens in den Bundesländern. Diese erhalten Kofinanzierungsanteile aus Mitteln des BMZ.

Ein Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung von Unterrichtsmodellen, die kompetenzorientiert aufgebaut sein sollen und die erworbenen Kompetenzen überprüfbar machen. Sie sollen möglichst gut übertragbar sein, so dass sie von vielen Schulen, auch länderübergreifend, genutzt werden können.

Ein weiterer Fokus ist die Verankerung des Lernbereichs in den Lehrplänen der Länder bzw. den Schullehrplänen und Schulprogrammen, sowie auf der verstärkten Einbeziehung des Lernbereichs Globale Entwicklung in die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern.

Kooperationspartner sind jeweils staatliche Stellen, wie Bildungsministerien, Landesinstitute zur Lehrerbildung, Studienseminare, Universitäten sowie auch große Berufsbildungseinrichtungen.

Die Koordinatoren der Umsetzungsprojekte stehen in engem Kontakt mit Engagement Global und treffen sich ein bis zwei Mal jährlich zum gegenseitigen Austausch über ihre Projekte sowie zum allgemeinen fachlichen Austausch zum Themenbereich Globale Entwicklung in der schulischen Bildung.

In folgenden Bundesländern gibt es laufende oder bereits abgeschlossene Projekte:

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Projekte, Initiativen, Netzwerke und Materialien, die sich auf die Umsetzung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung oder generell auf Globales Lernen beziehen, aber in anderen Projektkonstellationen erarbeitet wurden. Für eine allgemeine Übersicht hierüber verweisen wir auf das Portal Globales Lernen der Eine Welt Internetkonferenz (EWIK) (siehe unten).

Auswertung der Nutzung des Orientierungsrahmens

Im Rahmen der Aktualisierung und Erweiterung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung hat die Staatssekretärskonferenz der KMK auch eine Auswertung zu Bekanntheit und Nutzung des Orientierungsrahmens in Auftrag gegeben.

Den Auswertungsbericht stellen wir Ihnen hiermit vor. Die Auswertung zielt insbesondere auf folgende Bereiche:

  1. Umsetzung der Projektergebnisse in der Lehrplanentwicklung der Länder
  2. Umsetzung der Projektergebnisse in Schulen (Schulcurricula)
  3. Berücksichtigung des Lernbereichs bei der Qualitätssicherung von Schule (Standards, Prüfungsaufgaben)
  4. Berücksichtigung der Projektergebnisse in der Lehrerbildung auf drei Ebenen
  5. Berücksichtigung der Projektergebnisse in der Gestaltung schulischer Materialien
  6. Berücksichtigung der Projektergebnisse in fachdidaktischer/ erziehungswissenschaftliche Forschung
  7. Berücksichtigung des Orientierungsrahmens bei Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Partner von Schulen
Checkliste zu unterrichtlichen Qualitätskriterien

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Englisch an Gesamtschulen (BAG)1 hat auf ihrer 54. Tagung im Mai 2016 in einem Workshop die folgenden Prüfkriterien für die Überarbeitung und Gestaltung von Unterricht und Schule auf der Grundlage des KMK-Orientierungsrahmens erstellt. Sie gelten keineswegs nur für das Fach Englisch, insbesondere aber für fächergreifenden projektorientierten Unterricht. Die Arbeitsgruppe ging dabei von der folgenden Fragestellung aus:

Welche Diskurse im Sinne eines Whole School Approach müssen im Kollegium und in der Schulgemeinde geführt werden, um Bildung für nachhaltige Entwicklung mehr in das Zentrum von Unterrichtsgestaltung und Schulleben zu rücken? Auf der Grundlage des Orientierungsrahmens für den Lernbereich globale Entwicklung haben wir vor allem diskutiert, welche Kriterien schon bestehende Projekte und projektorientierter Unterricht erfüllen sollen. So entstand die folgende Checkliste (in Klammern Verweise auf den Orientierungsrahmen):

  1. Das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung ist übergeordnet (Werteorientierung). (S. 87)
  2. Es besteht Bezug zu mindestens einem der 17 Sustainable Development Goals. (S. 49f)
  3. Hat das Projekt Bezug zur Lebensrealität der Jugendlichen (Lebenswelt-/ Kontextbezug)? (Kap. 2)
  4. Welche individuellen und gesellschaftlichen Handlungsmöglichkeiten ergeben sich als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung? (S. 92f)
  5. Ist eine lokal - globale Dimension erkennbar - welche? (Analyse von Entwicklungs-prozessen auf unterschiedlichen Handlungsebenen, (S. 43f)
  6. Welche Kooperationspartner werden mit einbezogen? www.globaleslernen.de
  7. Auf welche Kernkompetenzen beziehen sich die für das Projekt definierten Kom-petenzen? Sind die drei Kompetenzbereiche abgedeckt? (Kap. 3.3 und 3.5)
  8. Wie lässt sich das gewählte Projektthema den 21 Themenbereichen des Orientierungsrahmens zuordnen? (Kap. 3.6)
  9. Ist eine sinnvolle Verknüpfung des gewählten Themas mit den formulierten Kompetenzen erkennbar (S. 102f)?
  10. Welche Rolle spielt der Umgang mit Vielfalt? Bietet das Projekt die Möglichkeit zur Entwicklung vielfältiger Sichtweisen durch Perspektivenwechsel? (S. 87)
  11. Ist das Projekt (zumindest in Teilen) kontrovers angelegt? Zum Beutelsbacher Konsens
  12. Bietet das Projekt Möglichkeiten zu aktiven und selbstorganisierten Lernformen?
  13. Werden die Themen und Kompetenzbereiche schon in anderen Projekten der Schule abgedeckt? (S. 99)
  14. Whole School Approach: Wie lassen sich Projekte und projektorientierter Unterricht mit unterrichtsergänzenden Schwerpunkten verzahnen? (Kap. 5)

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