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Preisverleihung Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels

Eine große Gruppe Menschen hält die Ortsschilder ihrer Städte vor sich.

Die Gewinnerinnen des Wettbewerbs von 2015. Foto: Dominik Schmitz

Bonn/Rostock, 21. September 2015. Die Landeshauptstadt Saarbrücken darf sich ab sofort „Hauptstadt des Fairen Handels 2015“ nennen und das dazugehörige Signet für ihr Stadtmarketing verwenden. Saarbrücken ist die erste Stadt aus dem Saarland, die den Wettbewerb gewinnt und für ihr Engagement im Bereich des Fairen Handels ausgezeichnet wird, nachdem sie drei Mal den zweiten Platz belegte.

Für den Schirmherrn des Wettbewerbs, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, überreichte sein Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn heute in Rostock-Warnemünde die Preise: „Bemerkenswert fand ich die Kreativität, die innovativen Ideen und das konstant hohe Niveau der Projekte bei Bewerbern und Preisträgern. Es ist erstaunlich, was alles unternommen wurde, um die Welt gerechter zu machen. Das viele Engagement und immer neue Einfälle haben den Fairen Handel in die Mitte der Gesellschaft gebracht. Der Faire Handel lebt vom Mitmachen – jeder Beitrag zählt. Auch wenn wir nur eine Kommune zur Hauptstadt des Fairen Handels küren können: Mit diesem Wettbewerb wollen wir alle auszeichnen, die sich in diesem Bereich stark machen. Denn hier zeigt sich, dass Städte und Gemeinden einen unverzichtbaren Beitrag zur kommunalen Entwicklungspolitik leisten – den wir weiter stärken wollen.“

Die Sieger und ihr Preisgeld

  1. Platz: Landeshauptstadt Saarbrücken (35.000 Euro)
  2. Platz: Gemeinde Bad Boll (25.000 Euro)
  3. Platz: Neumarkt in der Oberpfalz (15.000 Euro)
  4. Platz: Stadt Dortmund (12.500 Euro) und: Stadt Leipzig (12.500 Euro)

Weitere Sonderpreise – mit je 1.000 Euro dotiert – gehen für gelungene Einzelprojekte an Augsburg, Frankfurt am Main, Hannover, Nürnberg und Würzburg.

2015 bewarben sich 84 Kommunen mit 818 Projekten – so viele wie noch nie. Die Jury hatte intensiv und auf Basis der Kriterien, die bereits 2003 erarbeitet worden waren, um die Platzierungen gerungen. „Letztlich waren alle Beiträge ein Zeichen für die vielen kooperativen und kreativen Ideen in den Städten und Gemeinden Deutschlands zur Stärkung des Fairen Handelns. In diesem Jahr wogen alle Bewerbungen schwer und auf einer Waage 65 kg“, so Michael Marwede von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen, die den Wettbewerb im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt.

Zum Sieger Saarbrücken (Saarland, 178.500 Einwohner)

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat sich zum vierten Mal bei diesem Wettbewerb beworben und zurückliegend drei Mal den zweiten Platz belegt.

Die ganze Bewerbung bildet mit den lang erprobten drei Säulen ein rundum ausgezeichnetes und überlegtes Gesamtbild. Bewundernswert ist die Ausdauer, die Kontinuität und die Beharrlichkeit aller Akteure, immer wieder neue, innovative Ideen zu finden, neue Zielgruppen zu erreichen. Dieses wird mit viel Engagement und einer ansteckenden Energie umgesetzt, die aus den Unterlagen sprudelt und die nicht nur über die Stadt-, sondern auch die Landes- und sogar über die Staatsgrenze als Teil der Quattropole hinausgeht. Die Jury hebt die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit hervor. Auch die Unterstützung bei der Stadtverwaltung ist weiterhin beispiellos.

Zahlreiche Projekte sind einzigartig und finden Anerkennung bei der Jury. Dazu gehört u.a. ihr Engagement für die abgelehnten Visaanträge beim Fairtrade-Projekt mit Burkina Faso, die entstandene Medienkompetenz an Schulen und die grenzüberschreitenden Projekte. Die Jury hat sich über diese vielen, gut gebündelten und erneuten Vernetzungen sowie Werbeaktionen sehr beeindruckt gezeigt.

Jury

  • Georg Abel, Verbraucher Initiative e.V.
  • Ruben Enking, Forum Fairer Handel e.V.
  • Holger Matthäus, Hansestadt Rostock
  • Ute j. Holtmann, EHI Retail Institute e.V.
  • Helmut Fischer, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Dieter Overath, TransFair e.V.
  • Christopher Duis, Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V. (BeN)
  • Axel Welge, Deutscher Städtetag

Juryvorsitzender war Georg Abel.

Finanzierung

Den Wettbewerb hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) getragen. Die Preisverleihung 2015 unterstützte die Hansestadt Rostock.

Perspektiven

Auf Empfehlung der Jury plant Engagement Global, den Wettbewerb 2017 fortzusetzen.

Alle Bewerber- und Preisträgerkommunen werden 2016 an Erfahrungsaustauschen (zwei Termine, je zwei Tage) teilnehmen, die die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchführt. Diese Teilnahme hat jeder Bewerber gewonnen, alle Kosten werden übernommen.

Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer von Engagement Global, freut sich: „Mit dem Wettbewerb 'Hauptstadt des Fairen Handels' zeigt sich die Stärke des Programms der Servicestelle: Motivation und Anerkennung für alle lokalen Akteure zu bieten und aufzuzeigen, was geht! Denn hier kamen wieder 818 bereits realisierte Projekte zusammen. Städte und Gemeinden spielen eine gewichtige Rolle in der Förderung des Fairen Handels. Das darf so weitergehen.“

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