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Michael Marwede
Mitmachen können alle Städte und Gemeinden in Deutschland. Willkommen sind sowohl einzelne Aktionen als auch langfristige Projekte rund um das Thema Fairer Handel. Zu den gelungenen Initiativen zählen: Städtecafés, Rathauskantinen, Projektwochen an Schulen, Kooperationen mit lokalen Eine Welt Gruppen zum Fairen Handel, Aktionen mit Supermärkten, regionale oder überregionale Kooperationen, soziale Kriterien im Beschaffungswesen sowie innovative Maßnahmen, die Fairen Handel und Lokale Agenda 21 verbinden.
Die von den Kommunen im Rahmen des Wettbewerbs entwickelten Projekte müssen zum Zeitpunkt des Wettbewerbsschlusses bereits abgeschlossen sein. Ausgeschlossen von der Teilnahme sind Mitglieder der Jury
Als Preise werden Gelder in Höhe von insgesamt 100.000 Euro ausgelobt.
Der 2003 ins Leben gerufene Wettbewerb wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert und zeigt wachsende Wirkung: 2011 bewarben sich bereits 62 Kommunen mit 851 Projekten – doppelt so viele wie im Jahr 2009. Die bisherigen Preisträger des begehrten Titels waren: Bremen (2011), Marburg (2009), Düsseldorf (2007) und Dortmund (2003 und 2005).
Bremen ist "Hauptstadt des Fairen Handels 2011". Bei der Preisverleihung am 22. September 2011 würdigte Dr. Christiane Bögemann-Hagedorn vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das langjährige Engagement der Hansestadt für den Fairen Handel. Für die Bremer Bewerbung hatten Beteiligte aus Wirtschaft, Politik und Kirchen zwei Jahre lang 86 Projekte auf die Beine gestellt.
Die Jury hob vor allem das strategische Vorgehen hervor, mit der Fairer Handel im öffentlichen Bewusstsein verankert werden konnte. Dazu gehörten unter anderem die Entwicklung eines Corporate Designs mit einem Logo und dem Motto ″Bremen fairbessern″ sowie die Erstellung eines Videoclips und einer Internetseite, die Durchführung eines Schülerwettbewerbs, einer ″Summerschool″ sowie die Ernennung von Fair-Trade- Botschafterinnen vor Ort.
Als ″Hauptstadt des Fairen Handels 2011″ kann die Hansestadt künftig für Marketingzwecke und Aktivitäten zur Förderung des Fairen Handels das Gütesiegel des Wettbewerbs einsetzen. Als Preisgeld erhielt die Stadt 30.000 Euro.
Foto: Dominik Schmitz