Mit dem ASA-Programm arbeiten junge Menschen in sozial gerechten und ökologisch tragfähigen Projekten weltweit für eine nachhaltige Entwicklung. Ehemalige Teilnehmer*innen erzählen, wie das Programm sie beruflich und persönlich weitergebracht hat.
Lass dich von ihren Geschichten inspirieren!
Bea Lundt
Man kann die Welt nur verstehen und gestalten, wenn man sie gesehen hat.
Das ASA-Programm ist ein Austausch- und Stipendienprogrammfür junge Menschen, die Berufserfahrungen im entwicklungspolitischen Kontext sammeln wollen.
Was hat das ASA-Programm in seinen 65 Jahren bewirkt? Welche Veränderungen und Projekte wurden durch Teilnehmer*innen angestoßen? Lerne die mexikanische Frauenbewegung kennen, die Anita Reddy gezeigt hat, was Mut bedeutet.
Erfahre von der Professorin Bea Lundt, warum Kolonialismus zu einem zentralen Thema ihrer Lehre wurde. Und finde heraus, wie Selina Nkoile inspiriert wurde, jungen Mädchen und Frauen eine Stimme zu geben.
Einsatz mit ASA
Maria Lehmann, Freiberufliche Beraterin
„Soziale Gerechtigkeit weltweit ist kein Ideal, sondern eine Notwendigkeit.“
Ehemalige und aktuelle Teilnehmende aus sechs Jahrzehnten erzählen von ihren Erfahrungen, ihrer Motivation – und davon, wie ASA ihre Sicht auf die Welt verändert hat.
Zeitstrahl
Wie alles begann: Reise in den Sudan
1960 reisen zwölf Studierende für einen selbstorganisierten Austausch in den Sudan – der erste Schritt für das ASA-Programm. Mit im Gepäck ist der Wunsch, die Welt besser zu verstehen und praktische Erfahrungen in den gerade erst unabhängig gewordenen Staaten des Globalen Südens zu sammeln.
Schnelle Erfolge und staatliche Unterstützung
Nur wenige Jahre nach dem Start begeistert das Programm Hunderte junge Menschen. Ab 1964 wird das ASA-Programm vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
Erfahrungsbericht: ASA-Teilnahme in Ghana
“Ich war im 4. Semester Sozialwissenschaften und Germanistik. Ich sah ein Plakat in der Uni Köln und (…) fühlte ich mich verpflichtet, mich einzumischen. (…) Irgendwie war mir schon immer klar, dass man diese Welt nur verstehen und gestalten könne, wenn man sie selber gesehen hat.“ Mehr zu Beas Erfahrung:
1970 werden die ASA-Aufenthalte bei deutschen Firmen abgeschafft. Entwicklungspolitische Zusammenarbeit rückt in den Fokus. Dafür wird mit lokalen Nichtregierungsorganisationen zusammengearbeitet – der Grundstein für das heutige ASA-Programm.
ASA wird weiblicher
Zum 25. Jubiläum zieht das Programm Bilanz: Bis 1985 haben sich mehr als 23.000 Studierende für das Programm beworben und 2.164 daran teilgenommen. Gab es in den ersten Jahren keine einzige ASA-Teilnehmerin, bilden die Frauen ab 1984 die Mehrheit.
Neue Wege: ASA-Programm für Berufstätige
Mit Unterstützung vom Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg kann 1984 das „Berufstätigenprogramm“ ins Leben gerufen werden – eine Öffnung für neue Zielgruppen. Die ersten berufstätigen Teilnehmenden sind Landwirt*innen, Tischler*innen oder Krankenpfleger*innen.
Umwelt und Entwicklung rücken ins Zentrum
1992 nehmen ASA-Teilnehmer*innen am historischen Erdgipfel in Rio teil – zurück in Deutschland gründen sie den Arbeitskreis „Umwelt und Entwicklung“. Er fördert den Dialog über Umweltgerechtigkeit zwischen Nord und Süd.
Start des Süd-Nord-Programms
Im gleichen Jahr entsteht das Süd-Nord-Programm, das Teilnehmende aus Afrika, Asien und Lateinamerika nach Deutschland einlädt. „Es geht darum, voneinander zu lernen und gemeinsam die Welt zu verändern.“, sagt Ayulah Rieper, erste Süd-Nord-Teilnehmerin, über ihre Zeit.
Globales Lernen und neue Zielgruppen
Mit GLEN (2003) und ENSA (seit 2005) erweitert ASA seit den 2000ern sein Angebot und fördert den Austausch auch zwischen EU-Ländern sowie Schüler*innen aus Deutschland und dem Globalen Süden.
Klimapiraten auf Kurs
2009 segeln ehemalige ASA-Teilnehmer*innen mit der Initiative Klimapiraten von Greifswald bis zur COP-Klimakonferenz nach Kopenhagen und machen auf die globale Erderwärmung aufmerksam.
Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
Seit 2010 bringt die Programmkomponente ASApreneurs Unternehmen und junge Menschen zusammen, um soziale und ökologische Verantwortung zu stärken. Impulsgeber hierfür ist die 2008 mit dem Collective Leadership Institute ausgerichtete Weiterbildung „Young Leaders for Sustainability".
Gründung von Engagement Global
Mit der Gründung von Engagement Global entsteht eine zentrale Anlaufstelle für entwicklungspolitisches Engagement. Seit 2012 ist auch das ASA-Programm Teil der gGmbH.
Gut vorbereitet ins Projekt
Nach dem erstmaligen Ausfall eines Jahrgangs aufgrund der Corona-Pandemie steht seit 2021 eine inhaltliche umfassende Projektvorbereitung im Mittelpunkt: Teilnehmende lernen entwicklungspolitische Hintergründe kennen und vertiefen praxisnahe Methoden für Kommunikation und Konfliktmanagement.
2024 setzt Larissa Faiza aus Kamerun mit ASA ein Projekt in Deutschland und Kamerun um “I think this project is important because it helps connect people with common interests from diverse cultural backgrounds, which is crucial since the world is a global village.”
Das ASA-Programm schafft Räume, in denen junge Menschen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen gemeinsam globale Herausforderungen angehen. Mit einem klaren Fokus auf Chancengleichheit fördert es den Austausch zwischen Menschen verschiedener Hintergründe.
Seit mehr als sechs Jahrzehnten bringt das ASA-Programm Menschen weltweit zusammen, die gemeinsam Brücken bauen und kreative Lösungen für soziale und ökologische Herausforderungen entwickeln. Auf die nächsten 65 Jahre ASA-Programm.
Zum ASA-Jubiläum kamen ehemalige Teilnehmende, Politiker*innen sowie Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Projektphase in Deutschland – los geht’s! 🤩 ASA-Teilnehmerinne Ornella & Diane aus Burundi sind mit ihrem Projektteam bereits in die erste Phase gestartet: In Kehl unterstützen sie die @hochschule_kehl bei der Entwicklung eines Masterprogramms für lokale Regierungsführung und wirken am Aufbau von Partnerschaften in Deutschland für den Wissenstransfer mit. Die beiden haben uns von ihrer Ankunft berichtet: 💬 “On our first day, we got lost, but it quickly became a memorable experience. Our team members were very helpful during this situation, and their support made things much easier for us.” 🫂 Ein bisheriges Highlight war das Treffen mit dem burundischen Botschafter. In den kommenden Monaten warten neue Kontakte, intensive Zusammenarbeit im Team und neue Einblicke auf sie. Du bist auch ASA global Teilnehmer*in und in deine erste Projektphase gestartet? 👉 Dann teile deine Erfahrungen mit uns – wir freuen uns auf spannende Einblick! 📸 (1) Ornella & Diane (2) Beat Bieri #asaerfahrung #asaprogramm #EngagementGlobal #Entwicklungszusammenarbeit #Germany #Burundi #Hochschulentwicklung #Teamwork #FirstImpression
Kreativität verändert Perspektiven ✨ Zum heutigen World Creativity & Innovation Day stellen wir euch das Projekt bei @omutikreativ vor: In Wakiso, Uganda, engagieren sich unsere ASA-Teilnehmenden für gesellschaftlichen Zusammenhalt durch kreative Bildungsangebote. Workshops, Podcasts und künstlerische Formate schaffen neue Räume für Austausch, Ausdruck und Teilhabe, besonders für junge Menschen. 🌍 👉 Kreativität gibt Ideen ein Gesicht und kann Impulse für gesellschaftlichen Wandel geben! #asakosmos #asaprogramm #engagementglobal #stipendium #17Ziele #WorldCreativityDay #CreativityAndInnovation #GlobalesLernen #KunstVerbindet #uganda #community #empowerment
Einladung zur Festveranstaltung am 9. Oktober 2025 in Berlin
2025 feiert das Programm sein 65-jähriges Bestehen. Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen, am 9. Oktober 2025 von 16 bis 21 Uhr in der Landesvertretung Bremen in Berlin (Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin) dabei zu sein, wenn Politik, Zivilgesellschaft und ehemalige Teilnehmende gemeinsam auf sechs Jahrzehnte zurückblicken – und in die Zukunft schauen.
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