weltwärts informiert umfassend über die Organisationen und ihre Einsatzstellen, Teilnahmevoraussetzungen, Leistungen und andere wichtige Themen.
Lea und Simon haben in Vietnam in einem Projekt für Menschen mit Behinderung gearbeitet und gelebt. Das war nicht immer einfach, aber immer eine besondere und intensive Erfahrung. Mit dem weltwärts-Programm können junge Menschen einen solchen spannenden Freiwilligendienst im Ausland erleben.
„Ich wachse hier auf jeden Fall, jeden Tag aufs Neue“, sagt Simon. Er ist einer von zwei Freiwilligen bei der Peaceful Bamboo Family, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Vietnam. Gemeinsam mit der zweiten Freiwilligen Lea lebt er in der Nähe der Stadt Hue in der Mitte des Landes. Beide haben nach der Schule entschieden, sich ein Jahr Zeit zu nehmen, um sich zu engagieren und vor allem: etwas über die Welt zu lernen.
„Ich wollte nach der Schule meine Komfortzone verlassen, ich wollte andere Lebensweisen kennenlernen“, so Simon. Auch Lea wollte raus in die Welt und hat für sich dabei eine neue Freiheit entdeckt:
Weil man hier nicht im gewohnten Umfeld ist, hat man keine Rolle, die einem zugeschrieben wird. Das heißt, man kann sein, wer auch immer man will. Leaweltwärts-Freiwillige
Gefunden haben die beiden ihr Projekt über weltwärts. Das ist ein Programm von Engagement Global, das jungen Menschen hilft, einen Freiwilligendienst im Ausland zu organisieren und sie dabei finanziell unterstützt. Es gibt immer eine deutsche Entsendeorganisation, die mit einem Verein oder einer Organisation im Ausland zusammenarbeitet, der Partnerorganisation.
Lea und Simon wurden von den Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten entsendet, die haben die beiden auch in Deutschland vorbereitet und ihren Freiwilligendienst organisiert. In der Regel geht es dann im August los in die Projekte. Lea und Simon haben Während ihres Freiwilligendienstes auf dem Gelände des Projekts selbst gelebt und waren so mittendrin im Alltag der Bewohner*innen.
„Das macht mein Projekt auch so schön“, erklärt Simon. „Weil du integriert wirst, du bist immer dabei.“ Das bedeutet aber auch: Mittendrin in einem Leben, dass sich grundsätzlich unterscheidet von dem, was die beiden aus Deutschland kennen. „Für die Bewohner ist hier alles sehr strukturiert. Das war natürlich nicht einfach, sich da anzupassen“, sagt Simon über den Beginn seines Freiwilligendienstes in Vietnam. „Aber mit der Zeit kommt man in den Flow.“
Für Lea war es zunächst besonders schwierig, die Sprache der Bewohner*innen nicht zu sprechen. „Ich habe dann gelernt, dass man auch anders kommunizieren kann“, so Lea. „Über Mimik und Gestik und Emotionen.“ Lea und Simon begleiten die Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag und pflegen den biodynamischen Garten der Einrichtung. „Es ist nicht unbedingt Arbeit, es ist eher Leben im Projekt“, so Simon über seinen Einsatz bei der Peaceful Bamboo Family.
Die Herausforderungen sind auch der Leiterin und Gründerin der Peaceful Bamboo Family bewusst: „Der kulturelle Austausch und Offenheit sind sehr wichtig“, so die in Wien geborene Lisi Ha Vinh. „Das wirklich hier sein wollen und auch bereit sein, Sachen zu tun, die man nicht von Anfang an gleich versteht.“ Gemeinsam mit ihrem vietnamesischen Mann arbeitet sie seit Jahrzehnten mit Menschen mit vor allem geistigen Behinderungen.
„Nach einer Weile kann man dann Fragen stellen“, erklärt Lisi Ha Vinh und fügt lachend hinzu: „Und dann auch Antworten bekommen.“ Lea und Simon haben genau das getan und sind dabei in ihre Rolle vor Ort hineingewachsen. „Wir freuen uns enorm, dass sie da sind“, so Lisi Ha Vinh. „Durch ihre Frische und ihre Neugier, alles hier kennenzulernen, stimulieren sie uns auch wieder.“
Einen zweiten deutschen Freiwilligen vor Ort zu haben, war dabei für Lea eine Hilfe: „Ich bin froh über meinen Mitfreiwilligen, weil er mir die Möglichkeit gibt, Dinge zu reflektieren“, so Lea. Das sei wie ein Stück Zuhause, das man dabei hat, um Probleme zu besprechen und schöne Erfahrungen zu teilen. „So ist man nie alleine.“
In der Projektdatenbank von weltwärts gibt es eine riesige Auswahl an möglichen Einsatzorten in fast allen Ländern des Globalen Südens. Von Medienprojekten über Bildungsvereine und soziale Einrichtungen bis zu landwirtschaftlichen Einsatzorten reicht die Spannbreite an Angeboten – und genauso unterschiedlich kann der Freiwilligendienst dann in der Praxis aussehen.
Der Dienst kann sechs, zwölf oder sogar 24 Monate dauern, auch das können die Bewerber*innen je nach Einsatzort selbst festlegen. Die Freiwilligen sind dabei keine „Entwicklungshelfer“, im Vordergrund steht die Lernerfahrung für junge Menschen. „Es ist kein Vergleich mit Schule, Uni oder Ausbildung“, sagt Simon und ist sicher, jede*r kann davon profitieren. „Ich bin sehr glücklich, dass ich das gewählt habe“, sagt er.
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