| Datum: | Freitag, 7. November 2025 |
|---|---|
| Uhrzeit: | 10 Uhr bis 15:30 Uhr |
| Ort: | Mannheim |
| Absender: | EBD - Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland |
| Anmeldeschluss: | Donnerstag, 6. November 2025 |
Feministische Entwicklungspolitik und Geschlechtergerechtigkeit sind zentrale Voraussetzungen für eine nachhaltige und gerechte globale Entwicklung. Um diese Themen stärker in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit sowie in der politischen Bildung zu verankern, bietet die Tagung Raum für fachlichen Austausch, Diskussionen und praxisorientierte Impulse. Ziel ist es, neue Perspektiven zu eröffnen, Strategien weiterzuentwickeln und feministische Ansätze in der Bildungsarbeit zu stärken.
Eingeladen sind Bildungsakteur*innen, politische Bildner*innen, Pädagog*innen, Aktivist*innen, Studierende sowie Interessierte.
| Uhrzeit | Programmpunkt | Beschreibung | Referierende |
|---|---|---|---|
| 10 Uhr | Begrüßung und Einstieg | ||
| 10:30 Uhr | Aktuelle Perspektiven feministischer Entwicklungspolitik | In dem Vortrag wird ein Blick auf die aktuelle feministische Entwicklungspolitik geworfen. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen von Kolonialismus, die Herausforderungen, Klimagerechtigkeit zu erreichen und die Relevanz feministischer Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung. Der Vortrag beleuchtet kritische Aspekte und bietet Impulse für die Bildungsarbeit. | Fatim Selina Diaby ist politische Bildner*in deutsch-guineischer Herkunft, die in Deutschland, Südafrika und Burundi gearbeitet und geforscht hat. Ausgebildet in Sozial- und Kulturanthropologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und internationaler Politik, ist ihre Arbeit in den Bereichen Friedens- und Konfliktforschung, internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit von dekolonialer feministischer Expertise und Praxis geprägt. |
| 11:15 Uhr | Praxis feministisch inspirierter Netzwerkarbeit | Das Women of Impact Network ist eine Initiative von SIMAMA – STEH AUF e.V. mit dem Ziel, migrantische Frauen und Frauen of Color zu stärken. Das Netzwerk bietet Raum für Austausch, Sichtbarkeit und kollektives Handeln – mit dem Fokus, Frauen in ihrer Selbstwirksamkeit zu unterstützen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Offen für alle Frauen, setzt sich Women of Impact für strukturelle Veränderungen und geschlechtergerechte Rahmenbedingungen ein. Die Arbeit orientiert sich an einer intersektionalen, feministischen und entwicklungspolitischen Perspektive und ist mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) verbunden. | Sylvia Holzhäuer-Ruprecht ist Gründerin von SIMAMA – STEH AUF e.V., dem Women of Impact Network und der MissME Academy zur Förderung von Black Girls in Leadership. Als Speakerin und Mentorin setzt sie sich für Empowerment, Teilhabe und soziale Gerechtigkeit ein. Sie ist im Vorstand des Migrantischen Dachverbands Baden-Württemberg aktiv und engagiert sich für intersektionale Gleichstellung und nachhaltigen Wandel. |
| 12 Uhr | Mittagspause | ||
| 13 Uhr | Parallele Workshops | Workshop 1: Queer the SDG; Workshop 2: Crashkurs geschlechterreflektierende Jungen*arbeit; Workshop 3: Methodenwerkstatt: Geschlechtergerechtigkeit in der Bildungsarbeit | Klaas Friemel Janowsky; Till Dahlmüller; Anna Schick |
| 14:30 Uhr | Kaffeepause | ||
| 15 Uhr | Gemeinsamer Abschluss | ||
| 15:30 Uhr | Ende der Tagung |
Die Gleichberechtigung queerer Menschen ist im deutschen Kontext weit vorangeschritten, wenn auch nicht vollzogen. Auch auf globaler Ebene gibt es deutliche Defizite bei der Umsetzung. So werden sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in der Agenda 2030 nicht erwähnt und queere Perspektiven sind in der internationalen Zusammenarbeit oft unterrepräsentiert. Über die kolonialen Ursprünge der Queerfeindlichkeit im Globalen Süden wird wenig gesprochen. Der Workshop gibt einen Überblick darüber, was „queer“ bedeutet und wie queersensible Bildungsarbeit aussehen kann. Anschließend wird im globalen Kontext auf koloniale Kontinuitäten eingegangen und über Möglichkeiten gesprochen, wie diese gemeinsam überwunden werden können.
Referent: Klaas Friemel Janowsky
Klaas Friemel Janowsky ist Referent der politischen Bildung, kommt aus Münster und hat Politik- und Rechtswissenschaft studiert. Er ist aktiv gegen Rechtsextremismus und Queerfeindlichkeit. Er hat das Projekt Queere Eine Welt ins Leben gerufen, das sich mit dem Zusammenhang zwischen queeren Themen und den SDG beschäftigt.
Ob in der Peer-Group, Familie, über Medien oder in pädagogischen Kontexten wie Schule: Jungen* sind immer wieder mit Bildern und Vorstellungen konfrontiert, wie ein „richtiger Junge“ zu sein hat: selbstständig, unabhängig, (hetero-)sexuell erfolgreich, konkurrenz- und durchsetzungsfähig, (emotional) kontrolliert etc. Eine Orientierung an solchen Männlichkeitsbildern führt häufig zu Druck, Stress, Unbehagen, Verlusterfahrungen, diskriminierendem Verhalten und verengt den Blick auf die Vielfalt des Junge*-seins. Das Aufbrechen von Rollenbildern und -normen aller Geschlechter ist auch Teil einer feministischen Entwicklungspolitik. In diesem Workshop sollen erste Spuren gelegt werden, wie ein unterstützend-kritischer Umgang mit Jungen* und Männlichkeit in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit aussehen kann.
Referent: Till Dahlmüller
Till Dahlmüller arbeitet bei Dissens - Pädagogik und Kunst im Kontext gGmbH in der Sozialen Gruppenarbeit und Einzelfallhilfe, sowie bei Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V. als Bildungsreferent in der Jungen*arbeit (Erwachsenen- sowie Jugendbildung).
In dem Workshop wird Raum gegeben sowohl Konzepte und Begriffe aus feministischer Entwicklungspolitik und Geschlechtergerechtigkeit zu besprechen als auch Methoden anzuschauen und auszuprobieren: Wie kann das Thema Geschlechtergerechtigkeit im Weltspiel integriert werden und zum Beispiel weltweite Einkommensunterschiede, Repräsentanz in Parlamenten, Müttersterblichkeit oder die Situation queerer Menschen veranschaulicht werden? Welche Einstiegsmethoden eignen sich etwa zu den Themen und wie können Elemente einer feministischen Entwicklungspolitik anschaulich transportiert werden? Welches Material gibt es bereits? Gerne können Materialien, Methoden, Informationen und Ideen für alle mitgebracht und gezeigt werden.
Referentin: Anna Schick
Anna Schick ist Projektleitung in der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Anmeldung ist bis Freitag, 24. Oktober 2025 möglich.
Die Teilnahmeplätze sind begrenzt und werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.
C-Hub Mannheim
Hafenstraße 25
68159 Mannheim
Die Veranstaltungsreihe ist ein entwicklungspolitisches Bildungsangebot der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD). Sie findet in Kooperation mit der Servicestelle Friedensbildung statt, die getragen wird von der Berghof Foundation, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Landezentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.
Anna Schick
Telefon: +49 711 120406 16
Anna.Schick@engagement-global.de
Die Frist für die Online-Anmeldung ist bereits abgelaufen.