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Was verstehen junge Menschen auf den Philippinen und in Brandenburg unter Lebensqualität? Wie schneidern und tischlern junge Berufsschüler in Mosambik und in Hamburg? Die Themen, mit denen sich Schüler und Lehrer während ihrer Begegnungswochen beschäftigen, sind ganz unterschiedlich – und oft sehr nah an ihrem Alltag. Bei aller Unterschiedlichkeit haben jedoch alle Themen das Ziel, jungen Menschen Wissen über globale Zusammenhänge zu vermitteln und sie für eine global nachhaltige Politik zu sensibilisieren.
Seit 2005 hat das ENSA-Programm mehr als 100 Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Entwicklungs- und Transformationsländern ermöglicht. So wächst seit Jahren ein Netzwerk aus Schulen und Nichtregierungsorganisationen, die langfristig mit Schulen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa verbunden sind und gemeinsam an verschiedenen Themen arbeiten.
Bewerben können sich Förder-, Haupt-, Real-, Gesamt-, Berufsschulen und Gymnasien aus Deutschland, die zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits eine Schul- oder Projektpartnerschaft in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa pflegen. Schulen, die mit Nichtregierungsorganisationen zusammen arbeiten werden besonders berücksichtigt.
Bis zu zwölf Schülerinnen und Schüler mit Begleitpersonen können an einem Projekt teilnehmen, und dieses kann in einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen, südosteuropäischen Land oder in Deutschland stattfinden. Sie erhalten einen maximal 70-prozentigen Zuschuss zu Flugkosten und eine Aufenthaltspauschale. Gefördert werden Schüler und Schülerinnen im Alter von 15 – 24 Jahren.
Im Partnerland sollte eine feste Gruppe von Schülern und ein Ansprechpartner vorhanden sein, mit denen die Begegnungswochen gemeinsam geplant werden können. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass sich die Schulen langfristig entwicklungspolitisch engagieren.
Zwischen Juni und September eines jeden Jahres können sich Schulen und Nichtregierungsorganisationen mit ihrem Schulaustauschprojekt bewerben. Zur Vor- und Nachbereitung der zwei-bis dreiwöchigen Begegnungswochen bietet das ENSA-Programm dreitägige Seminare an, in denen es um interkulturelle Kommunikation, Entwicklungspolitik, Teamarbeit und Konfliktlösung sowie um entwicklungsbezogene Bildungsarbeit geht.
Foto: Jens Marquardt