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Anna Durst
Der Kauf von Produkten aus fairem Handel, die Geldanlage mit Blick auf ökologische Nachhaltigkeit, die Auseinandersetzung mit der kolonialistischen Vergangenheit – ohne das aktive Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist eine gerechte Gestaltung der Globalisierung nicht denkbar. Deshalb fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Gruppen und Netzwerke, die sich in der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit engagieren.
Das Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung, FEB, unterstützt Projekte in Deutschland, die lebensnah und anschaulich über entwicklungspolitische Themen aufklären und die zeigen, wie sich Bürger entwicklungspolitisch engagieren können.
Berufsschüler, Kaffeetrinker und Investoren in Deutschland – sie alle nehmen mit ihren Entscheidungen Einfluss auf die globale wirtschaftliche Entwicklung, doch nur wenigen ist das wirklich bewusst. Der beste Weg, um Globalisierung anschaulich zu machen, ist den Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herzustellen. Probleme, die scheinbar auf die andere Seite des Erdballs gehören, werden dadurch lebendig; persönliche Kauf-, Investitions- und Lebensentscheidungen erhalten eine globale Relevanz. Das FEB unterstützt Projekte, die das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung verfolgen und so die entwicklungspolitische Zielsetzung der Bundesregierung in die Gesellschaft vermitteln und umsetzen.
Einen Antrag auf Förderung können alle gemeinnützigen Organisationen mit Sitz in Deutschland stellen, die Projekte im Rahmen der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit planen und umsetzen. Dazu zählen gemeinnützige Vereine oder Organisationen mit entwicklungspolitischer Zielsetzung ebenso wie Museen, Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen.
Wer das Ausfüllen umfangreicher Anträge fürchtet, erhält Hilfe. Das FEB berät Antragsteller und Empfänger von Zuschüssen ausführlich.