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Foto: Fritz Heidorn, weltwärts-Bremen
Jährlich gehen durchschnittlich mehr als 3.000 Jugendliche diesen Schritt weltwärts und teilen ihre Erfahrungen im Anschluss aktiv mit anderen. Gemeinsam ist allen, dass sie dem Blick über den Gartenzaun auch Veränderungen in der eigenen Gesellschaft folgen lassen wollen.
Mehr als 200 gemeinnützige Organisationen in Deutschland beteiligen sich an dem Projekt, das 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen wurde. Diese so genannte Entsendeorganisationen kennen ihre Projektpartner und die lokalen Lebensbedingungen am besten. Die bereiten die weltwärts-Teilnehmenden intensiv auf ihren Einsatz vor und unterstützen sie bei allen Formalitäten der Ausreise.
Bewerben können sich junge Erwachsene im Alter von 18 bis 28 Jahren, und zwar direkt bei den Entsendeorganisationen. Sie sind motiviert und weltoffen; sie wollen andere Kulturen unmittelbar kennen lernen, praktische Erfahrungen sammeln und sich aktiv für die entwicklungspolitische Arbeit einsetzen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Projekte, die von den Organisationen in Deutschland und im Partnerland initiiert und durchgeführt werden: Sie umfassen die Bereiche Bildung, Gesundheit, Soziales, Umwelt- und Ressourcenschutz, Kultur und Sport, Handwerk und Technik, Menschenrechte, Demokratie und Frieden. Berufliche oder fachliche Qualifikationen sind nicht grundsätzlich erforderlich, doch für einige Projekte können sie hilfreich sein.
Vor der Abreise finden vorbereitende Seminare statt, in denen sich die weltwärts-Freiwilligen mit interkulturellem Lernen, der interkulturellen Kommunikation, Konfliktmanagement, Projektmanagement und Länderkunde sowie mit entwicklungspolitischen Themen auseinandersetzen.
Je nach Projekt arbeiten die weltwärts-Freiwilligen sechs bis 24 Monate beim Projektpartner vor Ort. Ihnen stehen in dieser Zeit fachliche Ansprechpersonen sowie ein Mentor oder eine Mentorin für die individuelle Betreuung zur Verfügung.
Nach ihrer Rückkehr haben weltwärts-Freiwillige nicht nur ihre interkulturellen Kompetenzen und Sprachkenntnisse erweitert, sondern wertvolle persönliche sowie fachliche Erfahrungen dazu gewonnen. Darüber hinaus haben sie einen tiefen Einblick in die Entwicklungszusammenarbeit bekommen. Jetzt kann's mit der Umsetzung von Ideen in Deutschland weitergehen. Weltwärts unterstützt die Freiwilligen nach ihrer Rückkehr mit der finanziellen Förderung ihrer Ideen durch den Rückkehrfonds. Die Freiwilligen können zusammen mit ihrer Entsendeorganisation einen Antrag auf Fördermittel stellen und so ihre Ideen verwirklichen, ihre Erfahrungen und ihr Wissen aktiv einbringen. Sowohl kleine als auch große Projekte können hier entstehen, an denen sich auch andere Rückkehrer und Rückkehrerinnen beteiligen können.
Ein Angebot aus dem Rückkehrfonds ist WinD – Weltwärts in Deutschland. Diese Initiative wird von ENGAGEMENT GLOBAL angeboten.
Zum Angebot von WinD
Fotos: Christian Päßler, der 10.000ste weltwärts-Freiwillige